Sammlung / Malerei

Sammlung
der Malerei
Malerei // Die Sammlung Malerei wartet mit zahlreichen Meisterwerken auf: Im Bereich des 19. Jahrhunderts mit Vertretern des französischen und deutschen Impressionismus, darunter Manet, Cézanne und van Gogh, Liebermann und Slevogt. Mit Gemälden des Expressionismus und der Neuen Sachlichkeit sowie den abstrakten Meistern des Bauhauses sind beispielhaft die Hauptströmungen der Moderne vertreten. Neben überragenden Einzelwerken wie Francis Bacons „Schreiender Papst“ findet sich auch eine umfangreiche Gruppe von Werken des deutschen und internationalen Informel mit Gemälden von Ernst Wilhelm Nay bis Pierre Soulages.
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Der erste Direktor der Kunsthalle Fritz Wichert sammelte mit internationaler Ausrichtung. Gegen Widerstände aus Politik und Öffentlichkeit legte er weitsichtig den Fokus auf die französische Malerei, die er der deutschen gegenüberstellte. Thematisch bildet die Landschaftsmalerei einen wichtigen Schwerpunkt der Sammlung,  der andere nicht weniger wichtige liegt auf dem Menschenbild und dem Porträt. In der Malerei der Expressionisten gewinnt mit Bildern von Emil Nolde, Erich Heckel und Max Pechstein auch das Stillleben an Bedeutung.
Museumsgeschichtlich legendär ist die 1925 gezeigte Schau „Neue Sachlichkeit“. Diesen Terminus fand Gustav F. Hartlaub, der Nachfolger Wicherts, für die gegenstandsbetonte Malerei der 1920er Jahre und schrieb damit Kunstgeschichte. Neben Werken von Otto Dix, George Grosz, Alexander Kanoldt, Rudolf Schlichter, Georg Scholz zählen exzellente Gemälde von Max Beckmann zu den Glanzlichtern der Sammlung. Schon 1927 wandte sich Hartlaub aber auch mit einer frühen musealen Präsentation der abstrakten Malerei zu, ein Interesse, das seine Nachfolger nach dem Zweiten Weltkrieg weiter verfolgten.  Neben dem Informel ist die konstruktive abstrakte Kunst der 1960er Jahre in der Sammlung repräsentiert, ebenso in Einzelwerken die Rückkehr der „Neuen Wilden“ zur figurativen Malerei in den 1980er Jahren. Aus der Integration des Konsumalltags in die Kunst entstand um 1960 in Paris eine neue Kunstströmung, der Nouveau Réalisme. Deren wichtigste Vertreter wie Arman, César, Raymond Hains, Yves Klein, Daniel Spoerri, Jean Tinguely und Niki de Saint Phalle sind mit wichtigen Werken in einem einzigartigen Konvolut in der Kunsthalle vertreten.

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