Vorschau / Fritz Schwegler

Fritz Schwegler


11.11. -
08.01. 2017







Fritz Schwegler // Bildhauer, Dichter und Akteur, Wanderer und Wandler zwischen Bild und Wort, Gebieter über ein Reich der Poesie, das er nach seinen Initialen "Effesch" nannte – all dies und noch viel mehr war Fritz Schwegler (1935-2014). Geboren im württembergischen Breech, erwanderte sich der Schreinergeselle und junge Künstler die Welt bis nach New York und Tokio. Von 1973 bis 2001 prägte Schwegler als Professor an der Kunstakademie Düsseldorf eine jüngere Künstlergeneration. Er selbst gehörte zu den Teilnehmern der legendären, von Harald Szeemann kuratierten documenta 5. Und dennoch blieb er ein Geheimtipp der bundesdeutschen Kunstgeschichte.
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Schweglers gattungssprengende Einfälle, Erfindungen und Kombinationen, die er nur zögernd Kunst nannte, fanden in keiner Schublade Platz. Sein vielfältiges Werk, das im Alltag wurzelt und doch immer über ihn hinausweist, beginnt mit dem Schwarzen Archiv und starkfarbigen Holzmodellen, führt über die bedeutsame Performance- und Konzeptphase der 1970/80er Jahre, die Sprache und Leinwand erobert, und kehrt schließlich 1990 zur Skulptur zurück, zu Bronze und Wachs, in denen Wort und Bild zusammenfinden. Diesen einzigartigen Kosmos entwickelte Schwegler aus einer Quelle, den Urnotizen. Aus diesem Schatz blitzartig notierter Skizzen leitete er von 1962 bis zu seinem Tod immer wieder neue, überraschende Werke ab. Die Ausstellung der Kunsthalle Mannheim ermöglicht einen fundierten Einblick in Schweglers phantastische Welt. Die reich bebilderte Begleitpublikation im Hatje Cantz Verlag erschließt erstmals die inneren Zusammenhänge des originären Oeuvres, dessen internationale Anerkennung noch aussteht. Die Ausstellung findet in Kooperation mit Das unbewegliche Theater. Stiftung Fritz Schwegler und Hildegard Schöneck-Schwegler statt.


11.11.2016 bis 08.01.2017
Vernissage: 10.11.2016, 19 Uhr


Kuratorinnen: Dr. Ulrike Lorenz, Stephanie Regenbrecht M.A.


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