Architektur / Neubau_alt / Siegerentwurf

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Der Siegerentwurf // Die Entwurfsidee von gmp erfüllt die im Wettbewerb festgelegten Anforderungen an einen Museumsneubau im Zentrum Mannheims. Einerseits von hohem Wiedererkennungswert, harmoniert die Architektur mit der Bebauung rund um den Friedrichsplatz. Die Anbindung an das denkmalgeschützte Jugendstilgebäude der Kunsthalle gewährleistet ein unverwechselbares Architektur-Ensemble in städtebaulich exponierter Lage. Neben der Museumsfunktionalität stehen energetische und wirtschaftliche Zielvorgaben im Vordergrund. Das Haus dient der Kunst und verzichtet darauf, mit spektakulärer Geste Aufmerksamkeit  zu erregen.
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In ihrer Würdigung für den gmp-Entwurf hat die Jury absolut treffend das Bild einer „Museumsstadt“ verwendet. Das Innere des Gebäudes setzt sich aus insgesamt neun Kuben zusammen, die sich in Größe, Proportion und Beleuchtung voneinander unterscheiden. In der Ausarbeitung war es das Ziel, verschiedene Nutzungs- und Funktionsanforderungen in ein flexibles Raumkonzept zu übertragen. Der Verzicht auf eine statische Aufeinanderfolge von Räumen, bietet individuelle Möglichkeiten des Ausstellens und gewährleistet, die Sammlungsbestände in verschiedenster Form präsentieren zu können. Der Besucher betritt das Museum über einen großzügigen Eingangshof, der vom Friedrichsplatz aus erschlossen wird. Das zentrale Atrium, das von einem großflächigen Glasdach überspannt wird, erstreckt sich über die gesamte Gebäudehöhe. Sichtbezüge sind nach allen Seiten hin offen, der Blick in Stadtraum und Treppenhalle des Jugendstilgebäudes möglich. Zum Innenhof hin gruppieren sich die schwebend anmutenden  Ausstellungskuben, die man über Brücken und Stege, Terrassen und Plätze erreicht. Nach Außen werden die gestaltgebenden Elemente von einer transparente Fassadenhaut ummantelt, die das Gebäude vollständig umschließt. Die kupferfarbene Röhrenstruktur aus Aluminium korrespondiert farblich mit dem Sandstein der umliegenden Bebauung. Um  Ein- und Ausblicke in das Museum zu ermöglichen, sind die Abstände zwischen den Rohren variabel. Der Neubau wird mit  annähernd 13.800 m²  Grundfläche den bisherigen Gebäudekomplex (Mitzlaff-Bau, Athene-Trakt und Tiefbunker) um rund 5.300 m² übertreffen. Der Flächenzuwachs ergibt sich vor allem durch die Vergrößerung der Ausstellungsflächen sowie einer Aufstockung der öffentlichen Bereiche (Eingangszone, Cafétaria, Museumsshop, Veranstaltungstrakt, Kunstvermittlung und Verkehrswege sowie interne Technik-, Restaurierungs- und Anlieferungsbereiche).

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